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Blumentafeln
Jungfer im Grünen
oder Schwarzkümmel (lat.: Nigella)
Der Schwarzkümmel ist ein einjähriges Kraut, d.h. die ganze Pflanze stirbt nach der Fruchtbildung ab und überdauert nur mit ihren Samen. Sie blüht im Juni/Juli, zählt zu den Hahnen - fußgewächsen und stammt aus dem vorderen Orient. Beim Garten-Schwarzkümmel sind die Blätter länglicher mit fein zerschlitzten, fast haarförmigen, langen Zipfeln. Diese hüllen auch die blauen Blüten ein, was ihr den deutschen Namen »Jungfer im Grünen« eingebracht hat.
Schwarzkümmel wird in der Bibel bereits unter dem Namen Ketzah als vielseitig verwendbares Gewürz für Brot und Kuchen erwähnt. Der antiken Naturheilkunde ist er bestens bekannt. Sie ist zudem die klassische Symbol blume der verschmähten Liebe. Junge Frauen gaben nicht er wünschten Freiern ihre Ablehnung durch diese Blume zu verstehen.
Schwarzkümmel wird heute in der Türkei (Samen findet man heute vor allem auf türkischen Fladenbroten), Syrien und Ägypten feldmäßig angebaut. Aus den Samen gewinnt man durch Kaltpressung ein fettes Öl. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind beteiligt an der Bildung der Prostaglandine, hormonähnlichen Substanzen, die auf den Ablauf vieler Körperfunktionen, wie Gehirnleistung, Nervenleitung, Freisetzung von Transmittern und Botenstoffen, Senkung des Blutdrucks, Aktivierung des Immunsystems, Hemmung allergischer Prozesse und Entzün -
dungen, Erweiterung der Bronchien, weibliche Sexualhormone und Hormonsekretion allgemein regulierend einwirken. Schlafstörungen und dem sogenannten "Zappelphilipp-Syndrom" bei hyperaktiven Kindern zur Anwendung kommt.
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